Jugendbildung

Sehr interessantes Buch zum Thema Postwachstumsökonomie von Niko Paech. Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge »Wachstum« zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt an Fahrt auf. Der Umweltökonom Niko Paech liefert dazu die passende Streitschrift, die ein »grünes« Wachstum als Mythos entlarvt. Nach einer vollen Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: ein neues Auto, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Ruckzuck steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Und nicht nur das: der stete Ruf nach »mehr« lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran. Dabei gelten »grünes« Wirtschaftswachstum und »nachhaltiger« Konsum als neuer Königsweg. Doch den feinen Unterschied – hier »gutes«, dort »schlechtes« Wachstum – hält Niko Paech für Augenwischerei. In seinem Gegenentwurf, der Postwachstumsökonomie, fordert er industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken. Das von Paech skizzierte Wirtschaften wäre genügsamer, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und es würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindelig wird.
[Quelle: Kurzbeschreibung Amazon.de)

 

Hier kommt noch die an den Vortrag anschließende Diskussionsrunde.
Mit auf dem Podium sitzen:

  • Karl Aiginger (Leiter österreichiges Institut für Wirtschaftsforschung)
  • Julianna Fehlinger (Vorstandmitglied ATTAC Österreich)
  • Niko Paech (Iniversität Oldernburg)
  • Moderator: Volker Plass (Bundessprecher der Grünen Wirtschaft)

Befreiung vom Überfluss Teil 1 - Vortrag von Niko Paech

Ein sehr guter Grundsatzvortrag zum Thema Postwachstumökonomie

Warum brauchen wir eine Wirtschaft ohne Wachstum? Wie könnte ein Umbau aussehen? ...

Eine verrückte Idee? Oder eine ernstzunehmende Alternative? Der Film liefert grundlegende Informationen zum Thema begingungsloses Grundeinkommen (BGE).

Bedingungsloses Grundeinkommen - eine nachdenkenswerte Alternative oder nur eine verrückte Idee?

Götz Werner, einer der Vordenker der deutsche Grundeinkommensszene, war kürzlich in Görlitz und sprach mit OB Joachim Paulik über die Idee des "bedingungslosen Grundeinkommens" und die Chancen die das Modell gerade für sturukturschwache Regionen wie Görlitz bietet. Die Lausitzer Rundschau berichtete am 11.8. kurz über dieses Treffen. Der Artikel gibt kurz Antwort auf die drei brennensten Fragen im Bezug auf das Grundeinkommen:

- Wie kommet es zu der Idee des Grundeinkommens?

- Wie kann das finanziert werden?

- Wer geht dann noch arbeiten?

Götz Werner ist alles andere als ein kommunistischer Fantast. Als Gründer und Aufsichtratsmitglied der DM-Drogerie Märkte steht er mit beiden Beinen im Wirtschaftsleben und ist wohl eher als "Kapitalist" zu bezeichnen. In senem 2010 erschienen Buch "1000€ für Jeden" kann man sich ausführlich über das "bedignungsloses Grundeinkommen" informieren.

Mit diesem Artikel startet hier eine kleine Serien zu bedingungslosen Grundeinkommen.

Interview mit Prof. Manfred Spitzer bei Zur Sache SWR. Der Moderator ist eigentlich eine Frechheit und es wird sehr schnell deutlich was man eigentlich vermitteln wollte.

Pecha Kucha ist eine interessante Präsentationstechnik um die Präsentationszeit auf 6:40 Min. festlegt. Ein Präsentation besteht aus 20 Folien die jeweils für 20 Sekunden angezeigt und automatisch weitergeschaltet werden. Auf den Folien sind in der Regel nur Bilder zu sehen, die den gesprochenen Text illustrieren.

Hier seht ihr ein Pecha Kucha das die Idee von Pecha Kucha ziemlich gut erklärt. Allerdings auf Englisch.

Pecha Kucha ist eine interessante Präsentationstechnik um die Präsentationszeit auf 6:40 Min. festlegt. Ein Präsentation besteht aus 20 Folien die jeweils für 20 Sekunden angezeigt und automatisch weitergeschaltet werden. Auf den Folien sind in der Regel nur Bilder zu sehen, die den gesprochenen Text illustrieren.

Hier sehen Ihr eine Erläuterung zu Pecha Kucha in Deutsch. In einem weiteren Artikel werde ich ein Pecha Kucha präsentieren indem die Idee von Pecha Kucha ziemlich gut erklärt wird. Dieses Video ist allerdings auf Englisch.

[Dieser Artikel wird im CVJM Magazin 04/14 erscheinen. Wer den Artikel Wie Christen die Welt verändern noch nicht gelesen hat, sollte dies vielleicht zuerst tun.]

In diesem Artikel möchte ich einmal etwas genauer auf die Systemkrise I eingehen. Wer den ersten Artikel „Wie können Christen die Welt verändern“ nicht gelesen hat sollte nochmal das CVJM Magazin 03/2014 in die Hand nehmen oder es sich als PDF von unserer Homepage herunterladen. Wie in dem Artikel bereits erwähnt, sind die Ressourcen mit denen unserer Wirtschaftssystem versucht unsere Wohlstandmaschine von der menschlichen Arbeitskraft zu entkoppeln sehr endlich und mit großer Wahrscheinlichkeit früher oder später erschöpft. (Buchempfehlung: Peak Everything – Richard Heinberg – ISBN 978-0865716452). In der Natur gibt kein anhaltendes Wachstum. Zu Beginn eines Lebenszyklus wachsen natürliche Organismen (Menschen, Tiere, Pflanzen) meist sehr schnell, doch dann endet das quantitative Wachstum (Kurve a). Der Organismus ist ausgewachsen. Ein anhaltendes lineares Wachstum (Kurve b) oder gar ein exponentielles Wachstum (Kurve c) ist schlichtweg nicht möglich.

[Dieser Artikel wurde im CVJM Magazin 03/2014 bereits veröffentlicht]

Es fällt mir sehr schwer, diesen Artikel zu schreiben. Eigentlich habe ich das Gefühl, ich bräuchte noch ein bis zwei Wochen, um mit dem Inhalt schwanger zu gehen. Aber blöderweise ist Montag Radaktionsschluss. Das heißt, der Artikel muss jetzt werden.

Deshalb starte ich den Versuch Sie/euch mit auf eine Reise zu nehmen.<--break->

Die Welt als Maschine
Diese Reise startet mit einem Vortrag von Brain McLaren, den ich vor ein paar Jahren gehört habe. In diesem Vortrag beschreibt er ein einfaches Modell der Welt, an dem man sehr schön erklären kann wie dieses System tickt. Stellen wir uns also die menschliche Zivilisation als eine Maschine vor. Eine Maschine ist ein komplexes Tool, um einen bestimmten Zweck (oder ein Bedürfnis) zu erfüllen. Was wir uns wünschen, ist zunächst mal nichts Negatives. Praktisch alles, was wir in unserem Leben tun, dient dem Zweck, glücklicher zu sein und in Wohlstand zu leben. Aber sobald wir einen gewissen Wohlstand erreicht haben, versucht jemand ihn zu stehlen. Es entsteht ein Bedürfnis nach Sicherheit. Neben dem Teil des Systems, das für Wohlstand sorgt entsteht ein Teilsystem, dass unseren erlangten Wohlstand schützt. Zu diesem Teil des Systems gehören Dinge wie Polizei, Armee, Schlösser in den Türen und Sicherheitssysteme auf dem Computer. Beide Systeme sind sehr kostenintensiv. Wir brauchen also ein System, das sicherstellt, dass die Kosten der beiden Systeme gleichmäßig und gerecht verteilt werden. Das Gleichheits- oder Gerechtigkeitssystem sorgt für gerechte Regeln und Gesetze. Diese drei komplexen Systeme arbeiten zusammen und bilden ein noch komplexeres System. Aber anhand des Modells lassen sich schön die Probleme des Systems betrachten.